Klassenfahrt der Praxis
Shownotes
Diese Podcastfolge ist anders als alle anderen: wir sind quasi „live dabei“ bei einer Fahrt des Teams der Praxis Dr. Freund. Die führte Dr. Sybille Freund und ihre Mitarbeiterinnen nach Limburg zum Labor biovis, wo sie von Dr. Heiko Hofmann, dem Vertriebschef des Unternehmens, eine Führung bekamen. Dabei hat Dr. Freund einige O-Töne mitgeschnitten und berichtet von den spannenden Entdeckungen in so einem professionell organisierten Unternehmen. Wussten Sie zum Beispiel, daß in Limburg täglich auch Proben aus der Mongolei und aus Ecuador eintreffen? In der heutigen Folge gibt es noch einige andere überraschende Details zu entdecken!
Alle Podcastfolgen und ein ausführliches Stichwortverzeichnis finden Sie hier: https://doktorfreund.de/podcast
Transkript anzeigen
00:00:02:
00:00:11: Klassenfahrt in der Praxis Dr.
00:00:12: Freund.
00:00:13: So fällt mir das gerade ein.
00:00:15: Ich glaube, das im Schreibtis sogar ganz schön.
00:00:17: Ihr wart unterwegs.
00:00:18: Ja, das ist cool.
00:00:19: Ja, wir waren mit dem Bus unterwegs.
00:00:22: Und lass uns doch so starten, dass wir einfach mal mit den frischen Eindrücken von eurem Reiseziel beginnen.
00:00:30: Da, wir sind jetzt auf dem Heimweg und ich wollte dich mal fragen, was fandest du denn besonders interessant
00:00:35: am Labor?
00:00:36: Also
00:00:37: sehr faszinierend fand ich
00:00:38: diese
00:00:39: Masse an Röhrchen, die da ankommen und
00:00:43: in
00:00:43: die verschiedenen Abteilungen verteilt werden müssen, dass man da noch den Überblick behält und diese ganz vielen großen Untersuchungsmaschinen, was da an Bert in dem ganzen Labor
00:00:59: drin steckt.
00:01:00: Das ist verrückt, ne?
00:01:01: Ja.
00:01:01: Ach, die Belüftungsanlagen fand ich irre.
00:01:04: Wahnsinn.
00:01:05: Griesig alles.
00:01:06: Ja.
00:01:07: Danke.
00:01:08: Und jetzt musst du natürlich das Geheimnis lüften.
00:01:11: Wo wart ihr denn?
00:01:12: Wir waren bei unserem Labor Biowist in Limburg und haben dort eine Führung gekriegt.
00:01:17: Und das war Super eindrucksvoll, richtig toll.
00:01:21: Wahnsinn, was dieses Labor, was das für ein Labor ist.
00:01:24: Also wir können ja auch gleich schon mal starten mit dem mit dem Eingang der Proben, also wo die reinkommen.
00:01:30: Dafür haben wir auch einen O-Ton mitgebracht.
00:01:32: Aber vorher noch, wir haben ja, ich habe ja da auch erwähnt und auch meine Mitarbeiterin hat erwähnt, wie fasziniert sie ist, wie viele Laborgeräte es da gibt und was für Riesendinger und was für, also... Man kann auf jeden Fall guten Gewissens sagen, das ganze Zeug kostet mehrere Millionen Euro, was da steht.
00:01:50: Allein schon die Entlüftung von dem Labor ist wahnsinnig eindrucksvoll, weil da wird... Also innerhalb von sechzig Sekunden wird, glaube ich, die gesamte Raumluft einmal umgetauscht, indem ein Labor ausgetauscht, weil da auch mit Gasen handiert wird, die nicht so ganz ungefährlich sind und so weiter.
00:02:07: Also man konnte sich dann vorstellen, warum manche Laboruntersuchungen einfach echt ein bisschen teurer sind, weil die wirklich... wahnsinnig Hightechs sind.
00:02:16: Und interessanterweise ist es ja so ein Labor, das so viel naturheilkundliche Untersuchung macht.
00:02:22: Und da hat uns dann unser Führer, der Heiko Hofmann, der hat uns durchs Labor geführt, hat uns dann auch gesagt, sie hatten mal Besuch von Medizinern, die haben gesagt, Das ist ja hier Hightech.
00:02:33: Wir haben gedacht, sie arbeiten hier mit Pipetten und ich weiß nicht, in Sandalen oder so was.
00:02:40: Keine Ahnung, wie sie sich das vorgestellt haben.
00:02:42: Aber es ist wirklich ein Hightech-Labor.
00:02:44: Das ist echt toll.
00:02:45: Wahnsinn
00:02:46: beeindruckend.
00:02:46: Ja, ich finde, das ist ganz gut, mal so diese Hintergründe zu wissen, weil manchmal ist man ja auch kurzfristig mal irritiert.
00:02:51: Aber natürlich, diese Geräte müssen vorgehalten werden, die müssen gepflegt werden, die müssen gewartet werden.
00:02:57: Und Menschen müssen da dran geschult werden und das kostet Geld.
00:03:00: Ja, absolut.
00:03:02: So, was ist denn die Erkenntnis des Tages, wenn es eine gibt?
00:03:06: Oh, das ist ja eine gute Frage.
00:03:07: Die Erkenntnis des Tages.
00:03:09: Wow.
00:03:09: Die Erkenntnis des Tages ist, glaube ich, für unser Team und mich, dass dort in diesem Labor alles so genau aufeinander abgestimmt ist.
00:03:17: Also wirklich so Detail verliebt, was auch natürlich wichtig ist, damit es funktioniert.
00:03:22: Und dass da solche Massen da durchlaufen, also die kriegen jeden Tag etwa dreitausend Zusendungen, Einsendungen und da in jeder Einsendung verschiedene Proben sind, kriegen die um die Zehntausend Proben am Tag, die da getestet werden.
00:03:39: Und ich glaube, wir haben jetzt mehr Verständnis, wenn da auch mal was schiefgeht.
00:03:44: Also, ja, als wir da waren, war gerade ein Gerät, hat gerade ein Gerät nicht gearbeitet und da war der Techniker dran.
00:03:50: Und natürlich, wenn dann so ein Gerät ausfällt, kann es vielleicht auch sein, dass eine Probe, die wir eingeschickt haben, in dem Moment leider dann kaputt ist, weil das Gerät gerade ausgefallen ist oder sonst was.
00:03:59: Also insofern, das war, glaube ich, die Erkenntnis des Tages.
00:04:03: Ich habe ja diese O-Töne so vor mir liegen auf dem Rechner und dann heißt jetzt ein O-Ton, Originalton übrigens, abkürzung dafür, heißt Druckerei.
00:04:11: Das heißt, jede Probe, die da reinkommt, so... Denke ich mir das jetzt.
00:04:17: Ich war ja nicht dabei.
00:04:18: Muss natürlich ordentlich beschriftet werden und den ganzen Weg im Labor auch am besten diese gleiche Beschriftung haben.
00:04:23: Ja, also diese Beschriftung, die wird gemacht im Proben-Eingangsraum, nicht in der Druckerei.
00:04:28: Aber wenn dann alles gemacht ist, wenn man seine Befunde kriegt, da machen die tatsächlich für die Patienten häufig auch Druck.
00:04:36: Also wir machen das ganze digital.
00:04:38: Wir haben auch echt gestaunt, als Herr Hofmann gesagt hat, dass Ärzte das verlangen, teilweise in doppelter Ausführung.
00:04:45: selber abheften können dem Befund und dass der Patient dann auch noch einen hat.
00:04:49: Und da haben wir nur gedacht, oh je je je, wo würden wir denn die ganzen Befunde lagern?
00:04:54: Aber das machen die tatsächlich, die drucken selbst.
00:04:56: Sie haben riesige Drucker, auch für ihre Fortbildungen, die machen ja auch Fortbildungen für Ärztinnen und Ärzte und Therapeuten, Heilpraktiker und so, machen die Fortbildungen.
00:05:05: Auch dafür werden dann die Unterlagen gedruckt.
00:05:07: Das war gerade in dem Moment, da, als wir da drin waren.
00:05:11: Und die haben sogar übrigens auch einen drei D-Drucker.
00:05:14: Wenn mal irgendein Plastikteil kaputt geht, dann drucken die das nach.
00:05:18: Aber der Heike Hofmann, der hat auch noch ein bisschen was erzählt zum Druck.
00:05:21: Deswegen hören wir jetzt mal rein, genau.
00:05:22: Also
00:05:22: werden wir pro Tag zweieinhalb bis dreitausend Aufträge.
00:05:26: Das heißt, hier werden kompletten Aufträge gedruckt.
00:05:29: Das passiert hier.
00:05:30: Wir verschicken die ganzen Welt in die ganze Welt hinauf, auf Deutsch, auf Englisch, auf Hollandisch, auf Spanisch, auf Italienisch.
00:05:37: In fünf verschiedenen Sprachen werden hier getruppt.
00:05:39: Hier werden ganze Bücher getruppt, für die hinausmittelumverdützigkeiten.
00:05:43: Hier werden die Rechnungen getruppt.
00:05:45: Deswegen haben wir vier Druckstraßen parallel, ganz einfach, wo wir die Sahne rausschicken können.
00:05:50: Also das zweite im Fernsehen von den Druckern, die ich hier habe, wo ich mir überlegen müsste, ein Mikrofon befunden hat, da ist es dreißig platt, davon gehen hier fünfhundert Stück an den Tag
00:05:58: aus.
00:05:58: So, jetzt wissen wir schon mal, wie das in der Druckerei läuft.
00:06:01: Und jetzt gucken wir mal, wo denn all die Proben herkommen, ne?
00:06:05: Ja, da haben wir auch mal gefragt, wo die Proben herkommen.
00:06:07: Die kommen also aus Deutschland und hier aus den angrenzenden Ländern.
00:06:10: Aber wir hören mal rein, woher sie noch kommen.
00:06:12: Also wir bekommen hier jeden Tag Proben aus vierzig Ländern, von der Mongolei bis nach Ecuador und von Norwegen bis nach Kapstadt.
00:06:20: Zum Beispiel aus der Mongolei kriegen wir Urinproben von autistischen Kindern, weil solche Testmöglichkeiten diesen Land nicht verfügbar sind.
00:06:28: Und wir kriegen die Proben innerhalb von forty acht Stunden von Ulan Bardo, der Hauptstadt der Mangolei, hierher nach Nürnburg.
00:06:33: Und dann sind die Proben da, ne?
00:06:34: Genau.
00:06:35: Sind angekommen?
00:06:36: Dann sind sie angekommen und da war ja nun meine Mitarbeiterin so begeistert, dass die, wie die verteilt werden.
00:06:43: Also es ist auch wirklich faszinierend.
00:06:44: Man traut sich kaum in diesem Bereich, sich zu bewegen, weil alles voll Proben ist.
00:06:48: Da darf man nicht mal stolpern und Wagen umschmeißen oder so.
00:06:53: Aber... Also das ist wirklich sehr, sehr interessant, ja.
00:06:56: Die Proben kommen an, die werden dann nochmal umetikettiert, die werden natürlich.
00:07:00: die Daten werden aufgenommen von den Patienten und dann gehen sie auf die Reise durch das Labor.
00:07:06: Und da waren wir auch an einem Gerät, was sehr interessant war, da wurde das Serum aufgeteilt.
00:07:11: Also wenn ich jetzt ein Serumröhrchen abnehme, das heißt, ich nehme ein Röhrchenblut ab, Ein spezielles Serumröhrchen, das müssen wir ja auch erklären.
00:07:20: Also, wenn die Patienten bei uns in der Praxis sind, werden verschiedene Farben von Röhrchen abgenommen.
00:07:25: Die orangenen Röhrchen, zum Beispiel, da werden die Mikronehrstoffe abgenommen.
00:07:29: Bei den goldenen Röhrchen, sag ich mal, mit der goldfarbenen Kappe.
00:07:34: Das ist ein Serumröhrchen.
00:07:35: Dann gibt es die kleinen roten Röhrchen.
00:07:37: Das ist ein EDTA-Röhrchen.
00:07:39: Da wird zum Beispiel das Blutbild gemacht.
00:07:41: Das heißt, also die Blutzellen kann man darüber detektieren.
00:07:44: Bei uns sind die Homozysteinröhrchen grau, weil man Homozystein untersuchen will.
00:07:49: Also es gibt verschiedene Röhrchen schon mal, die man dann bestimmten Kompatimenten quasi zuordnet oder bestimmten Untersuchungen zuordnet.
00:07:58: So und da gibt es eben auch die Serumröhrchen, das sind diese mit dem goldenen Deckel sozusagen.
00:08:02: Die braucht man zum Beispiel um Vitamin D zu messen oder um Antikörper zu messen oder um Vitamin B-II zu messen.
00:08:10: Genau, oder auch die IgG-IV-Antikörper bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten.
00:08:15: Das wird alles aus einem Serumröhrchen gemessen.
00:08:18: Und wenn ich jetzt, also ich schick schon immer bei einem Neupatienten so drei Serumröhrchen ein, damit die genug haben, was sie dann in die verschiedenen Abteilungen verteilen können.
00:08:27: Aber wenn ich zum Beispiel jetzt einen Röhrchen einschicken würde, weil ich jemanden hab, der will seine Antikörper gegen Tetanus wissen, will wissen, wie viel B-II hat und will wissen, wie sein Vitamin D ist, dann reicht auch ein Röhrchen.
00:08:38: Und das geht dann in eine Maschine, deren Beschreibung wir gleich erfahren.
00:08:42: Und diese Maschine holt dann für die Abteilungen in dem Labor, die ja die verschiedenen Substanzen messen, also Antikörper, Vitamin D und Vitamin B-Zwölf, holt diese Maschine mit einer Pipette automatisiert, sehr rum raus aus dem Originalröhrchen und verteilt das auf drei.
00:09:02: und das hören wir uns jetzt mal an, wie das
00:09:04: ist.
00:09:04: Okay, hier stehen wir von dem Probenverteiler.
00:09:07: Hier werden Proben unterverteilt, wenn die Praxensosche und sie herum einschicken wollen, daraus wieder mit Zölken, Vitamin D und etwas Drittes gestimmt haben, macht der Probenverteiler aus einer Originalprobe oder Prima-Räuchten, die wir es nennen, drei Unterräuchten und die werden entsprechend im Labor verteilt.
00:09:24: Es sind ja gerade das Geräusch von Probenverteiler.
00:09:26: Man sieht hier, Hier ist die Pipitiersstation.
00:09:35: Für jede Probe kommt richtig Erkündigung.
00:09:41: Die Reuten werden alle so geparkt genommen und so weiter.
00:09:44: Kommt mal ganz mit visuell zu mir.
00:09:48: Und eine Geschichte, die hatten wir gerade schon im Vorgespräch, die fand ich besonders spannend.
00:09:52: Eine Probe wird natürlich sofort ausgewertet, aber man behält sich da auch so ein bisschen was als Vorrat, ne?
00:09:58: Ja, gerade bei den Serumröhrchen zum Beispiel behält man sich einen Vorrat.
00:10:01: Also von manchen Sachen kann man einen Vorrat behalten, von Röhrchen für ein Blutbild zum Beispiel nicht, weil die Zellen einfach zu sehr leiden.
00:10:08: Aber wir waren dann tatsächlich im Kühlschrank und da werden dann die Proben von den Serumröhrchen noch zwei bis drei Wochen aufbewahrt.
00:10:14: Das heißt also, man nennt das dann eine Nachmeldung, wenn ich jetzt mit dem Patienten spreche und der sagt, ach, ich hätte ja auch gerne noch gewusst, wie meine Antikörper gegen Masern aussehen oder so, dann kann ich das Labor anrufen, kann sagen, bitte geht mal in den Kühlschrank, holt mal die Probe raus und guckt doch mal, wie viel Masern Antikörper da drin sind.
00:10:32: Das ist schon noch eine tolle Funktion oder eine tolle Sache.
00:10:35: Und auch aus dem Kühlschrank habt ihr einen Otton mitgebracht.
00:10:39: Oh, jetzt gehen wir
00:10:40: in den Kühlschrank.
00:10:43: Jetzt sind wir gerade in Serumarchiv.
00:10:45: Das heißt, wenn Fraxen hier groben einschicken, Sieht man hier hier vorne, das sind noch die Proben vom fünften Ersten.
00:10:52: Dann ist einfach, wir hängen die Proben zwei bis drei Wochen auf.
00:10:56: Falls Nachforderungen kommen, sieht man hier, das sind jetzt die Proben drinnen.
00:11:00: Wenn ich jetzt einen Kunden anrufen würde, würde ich sagen hier, ich brauche da noch ein Vitamin D von Herrn Müller oder Herrn Maja Schmidt oder so was.
00:11:07: Dann würden die Mitarbeiter hier in das Archiv reingehen.
00:11:10: Schauen gibt es von dem Restserum Proben auch.
00:11:13: Und dann würden wir uns entsprechen nachts.
00:11:15: Das ist hochspannend.
00:11:16: Und jetzt, ich hatte dich gerade schon so ein bisschen nach der Erkenntnis gefragt, man schaut dann, glaube ich, doch schon mal auf das Probenröhrchen in Zukunft anders, oder?
00:11:25: Auf jeden Fall.
00:11:26: Also ich denke schon, das war für uns so spannend, da reinzugehen und das alles zu sehen, was da passiert und wie es passiert.
00:11:33: Also ja, auf jeden Fall sehen wir die Arbeit des Labours jetzt nochmal mit größerer Faszination und Bewunderung.
00:11:42: Medizin für Mitdenker.
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