Plastik im Kopf
Shownotes
Heute geht’s um Mitesser. Nicht um die auf der Haut und nicht um die, die spontan zum Abendessen reinschneien, sondern um die Substanzen, die wir mitessen, wenn wir etwas essen. Mikroplastik kennt ja mittlerweile jeder: Rückstände von Kunststoffprodukten, die über Verpackungen, über Kosmetika und vieles andere den Weg in unseren Körper finden. Noch gefährlicher ist allerdings Nanoplastik, also noch kleinere Partikel. Diese wurden nämlich in neuen Untersuchungen tatsächlich verstärkt im Gehirn von Alzheimer-Patienten gefunden. Wie groß die Gefahr ist, woher sie kommt und wie man die Aufnahme von Kunststoff-Partikeln ein wenig verringern kann, das ist Thema dieser Folge von „Medizin für Mitdenker“.
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00:00:02:
00:00:11: Wir sprechen in der heutigen Episode.
00:00:12: Ich nenne es mal über Mitesser oder Dinge, die wir vielleicht mitessen.
00:00:17: So eine kleine Irreführung am Anfang.
00:00:20: Es geht um das Thema Mikroplastik und mir ist das das erste Mal aufgefallen.
00:00:25: als ich mich so damit beschäftigt habe Hatten da immer solche Aussagen, ich weiß gar nicht wie viel Checkkarten wir im Jahr in der Menge essen.
00:00:35: Genau.
00:00:35: also angeblich essen wir ganz viel Mikroplastik.
00:00:38: Also es ist sicher spielt das eine Rolle und wir atmen uns auch ein mit Sicherheit.
00:00:42: die Frage ist nur wie riskant ist das für uns?
00:00:45: Und welche Auswirkungen hat das?
00:00:47: also man sollte sicher Plastik möglichst vermeiden.
00:00:49: Das ist ganz klar dass von welcher überhaupt nicht answeifeln.
00:00:53: Aber diese Daten kann man schon mal so ein bisschen hinterfragen die da kursieren und man kann einfach mal drüber nachdenken, wie kommen solche Daten eigentlich zustande?
00:01:01: Und das finde ich ist generell eine Frage.
00:01:03: Wie kommen Aussagen eigentlich zustanden?
00:01:05: Ja!
00:01:07: Da fand ich jetzt ganz interessant.
00:01:08: es gibt einen Arzt der heißt Dr.
00:01:10: William Wallace hat sich mit dem Thema genauer beschäftigt und er hat also gesagt in einem Vortrag dass ein Studie von zwei tausend fünfundzwanzig etwa fünftausend Mikrogramm-Programm hingewebe Plastik, Mikroplastik gefunden hatte.
00:01:28: Und das hielste, dass sich im Gehirn etwa ein Löffel Plastika oder eine Schäckwerte Plastikk befinden.
00:01:36: und diese Hochrechnung... Das war aber ne Hochrehnung.
00:01:39: die galt als problematisch.
00:01:41: und daraufhin hat man eine zweite Studie durchgeführt im Jahr two-tausendsechsten zwanzig also sehr aktuell.
00:01:47: Die fand auch Plastikanpartikel und zwar etwa Der untersuchten OP-Proben enthielten Klassikpartikel und das waren OP-proben von gesunden Menschen im Prinzip.
00:02:02: Also da wurde einfach mal gesundes Hirngewebe rausgenommen, weil irgendein OP-MGN gemacht wurde, wo es nicht um Alzheimer ging zum Beispiel.
00:02:13: Und diese gemessenen Mengen die lagen dann aber nur noch bei etwa neun bis hundertzwanzig Mikrogrammprogrammen Also deutlich weniger.
00:02:20: Wir hatten eben vorher etwa fünftausend Mikrogramm-Programmen und jetzt haben wir nur noch neun bis hundertzwanzig Mikroogramm, also etwa Hundertfach niedriger als in der Studie aus dem Jahr zwei tausendfünfundzwanzzig.
00:02:34: Und es könnte eben daran liegen dass es eine andere Messmethode war damals.
00:02:39: Und zwar hat man zweitausend zwanzig die sogenannte Pyrolüse verwendet das heißt also Gewebe wurde quasi verbrannt, kann man mal so sagen.
00:02:49: Und dann wurden die verbranden Metabolit oder die Stoffe, die dann rauskommen wenn man es verbrannt hat.
00:02:54: da wurde zurück zurück gerechnet wie viel Plastik das gewesen ist.
00:03:01: aber das Problem ist dass diese Abbauprodukte von Polyethylänen auch Abbaubprodukte abbaub Produkten menschlicher Fette sehr ähnlich sein können also ein bisschen so Als hätte man ein Haus und man verbrennt das.
00:03:16: Und dann sagt man, guck mal wir haben hier Sachen, das sieht aus als wäre das vorher ein Stuhl gewesen aber die Qualität könnte eigentlich auch schließen lassen.
00:03:25: ich sage es jetzt mal ganz banal auf den Tisch ja so also wir haben zwei verschiedene Sachen und Dann sagen wir okay der Mensch der hatte ganz viele Tische Aber vielleicht hat er ganz viel stügel gehabt.
00:03:34: jetzt natürlich ist das gleiche Material Holz oder so.
00:03:37: aber Wenn man jetzt ähnliche Materialien hätte, die auch so ganz ähnlichen Verbrennungsprodukte hätten und man würde dann zurückschließen.
00:03:45: Das passiert dabei diese Untersuchung.
00:03:47: Das heißt also es könnte auch sein dass da eigentlich viel Fett im Gehirn war was auch so ist.
00:03:52: wir haben im Geirn ganz viel fett.
00:03:53: das ist auch sehr wichtig.
00:03:55: Nervenzellen brauchen Fett.
00:03:57: Und ja und Es kann sein dass es gar nicht so viel Plastik war So wie's aussieht ist es gar Nicht so viel plastic
00:04:03: Ist doch mal eine gute Nachricht.
00:04:04: Ich, das ist jetzt bei mir im Kopf geht halt jetzt tatsächlich rum.
00:04:07: Warum kommt dieses Mikroplastik überhaupt ins Gehirn?
00:04:10: Ich hatte jetzt erst mal gedacht wir nehmen das irgendwo mit der Nahrung auf und im besten Fall geht es auch auf dem dafür vorgesehenen Weg wieder raus.
00:04:19: Ja genau also vieles geht wahrscheinlich wieder raus aber es gibt natürlich Schlupflöcher Und wir kennen Also durch den Darm können.
00:04:25: auch kann auch Mikro Plastik in den Körper reinkommen Besonders dann wenn es Nanoplastik ist also noch kleinere Partikel die können ja überall durch.
00:04:34: Und dann ist die Frage, wie kommen sie ins Gehirn?
00:04:37: Weil wir haben ja eigentlich eine Blutheinschranke.
00:04:39: Aber zum Beispiel Leute, die Alzheimer haben bei denen hat man deutlich mehr Mikroplastik festgestellt.
00:04:46: Da könnte es einfach sein dass der Zugang zum Gehirnen offener ist sagen wir mal als beim Menschen, die gesund sind.
00:04:55: Also das ist noch nicht geklärt.
00:04:57: Es gibt diese Assoziationen.
00:05:00: Es gibt Menschen oder auch Tiere, die haben Alzheimer-relevante Veränderungen im Gehirn beziehungsweise die haben Demenz.
00:05:07: Und da hat man mehr Mikroplastik gefunden bei diesen Menschen.
00:05:12: aber die Frage ist dann ... hat das damit zu tun dass sie eben krank sind und dadurch kommt mehr Plastik rein?
00:05:20: Oder ist es so, dass Sie Plastikaben werden dadurch krank?
00:05:23: Das weiß man noch nicht!
00:05:25: Dann haben wir ja nur einen Weg, ich glaube Mikro-Plastik Durch die Luft, aber tatsächlich Kosmetik ist ein Riesenthema.
00:05:33: Das heißt auch dort begegnet uns natürlich Mikroplastik.
00:05:37: Ja klar also Mikro-Plastik da haben wir ganz viele Möglichkeiten es aufzunehmen.
00:05:42: Wir können das aufnehmen über Fische und Meeresfrüchte besonders zum Beispiel durch Muscheln weil dir ja das Wasser filtrieren Und da kann nicht das ganze Mikro Plastik des Meeres in einem Muschel Da kann das ganze Mikroplastik, also viel Mikro-Plastik aus dem Meer in den Muscheln zum Beispiel filtriert werden und dann in der Muschel bleiben.
00:06:01: Ja, das ist ja sage ich mal sowas tatsächlich Kritisches.
00:06:03: Es hat ja immer alles vor Nachteile.
00:06:05: natürlich bringt uns Kunststoffe was für sich.
00:06:07: Haltbarkeit von Lebensmittel.
00:06:09: Das sind ja tausend Sachen die damit auch zusammenhängen.
00:06:12: aber natürlich haben wir es auch auf der ganzen Welt verteilt und egal im entlegenen Winkel der Welt finden wir halt diese Spuren.
00:06:20: Also man darf auch nicht nur denken, dass Mikroplastik durch Verpackungen entsteht.
00:06:24: Ja?
00:06:25: Das ist nämlich genau was du sagst!
00:06:26: Es gibt so verschiedene Kompartimente in der Umwelt wo Mikro-Plastik vorkommt und es wird eben nicht nur eingetragen durch Verpackungen.
00:06:34: also wenn ich jetzt Pilze kaufe und die haben eine verpackung mit Plastik Ich weiß gar nicht wie viel von dem Plastikt da wirklich reinkommt.
00:06:41: aber wenn man sich zum Beispiel mal vorstellt wir haben ja Pullover oder Klamotten Die werden auch mit Kunststoffen hergestellt Und die fangen an, irgendwann zu verbröseln.
00:06:51: Dann ziehst du das an und dann atmest du schon wieder Mikroplastik ein.
00:06:55: Beim Waschvorgang kommt es auch ins Wasser?
00:06:57: Genau!
00:06:57: Da kommt's ins Wasser.
00:06:59: oder die Reifen, die ich vorhin erwähnt habe... ...oder wir haben natürlich die Kosmetika aber ich glaube da macht gar nicht so viel aus.
00:07:05: Da sind ja so kleine Kügelchen drin.
00:07:07: Die sind ja schon eher größer.
00:07:12: Richtig problematisch sind ja die ganz kleinen, also diese Nanopartikel.
00:07:15: Also ich denke Kosmetik ist schon auch ein Thema aber für mich schlimmer ist das was wir aufnehmen, was wir essen und was wir einatmen.
00:07:23: Genau!
00:07:23: Und diese Kunststoffgegenstände natürlich da gibt es überall Abrieb oder in Teppichen vielleicht auch wenn du Staubsaugst, ja?
00:07:31: Diese ganzen Teppichfasern, die sind ja häufig aus Kunststoffen...
00:07:35: Ja der ganze Haushalt, also ich meine tatsächlich selbst wenn man extrem drauf achtet ist es schwierig Ja, alles so wegzulassen.
00:07:42: Gab es auch mal... Ich glaube das war im Kinderkanal auch so ein Experiment von der Familie die das halt alles mal weggelassen hat.
00:07:48: und dann stellt man erstmal fest wenn du auf Plastik verzichten willst, wird das heute schwierig?
00:07:55: Das ist ganz schön schwierig!
00:07:56: Und man sollte echt zusehen dass wir fördern, dass wir möglichst wenig Plastika haben.
00:07:59: Das denke ich schon wichtig.
00:08:01: Nur man solltet eben nicht so überreißen, dass man jetzt sagt man isst jeden Tag eine Checkkarte.
00:08:07: Plastikt.. Ich glaube oder nimmt die auf So was ist glaube ich dann auch übertrieben und das ist auch nicht gut für uns, wenn wir da noch das Gefühl haben.
00:08:14: Wir sind voller Plastik und es ist super ungesund für uns.
00:08:17: Und dann gebildet sich da schon wieder im Kopf sowas.
00:08:20: Oh Gott!
00:08:20: Bin ich krank?
00:08:21: Ich werde jetzt krank weil alles ist ganz schlimm und so was.
00:08:24: Da muss man halt ein bisschen gucken dass man das ein bisschen den Ball schlach hält würde ich sagen und ruhig bleibt.
00:08:31: Es wird eine spannende Episode die zeigt wie der Vielleicht allen Daten- und Messergebnissen erst mal misstrauen, nochmal nachfragen.
00:08:40: Und gleichzeitig auch mal irgendwie so eine gute Nachricht, dass dann vielleicht manche Dinge doch ein bisschen besser sind als wir sie erwarten?
00:08:47: Ja auf jeden Fall!
00:08:48: Ich möchte noch eine Sache dranhängen.
00:08:50: im Wasser haben wir ja auch Mikroplastik und da ist zum Beispiel ne Wasseranlage mit umkehrosmoso gut.
00:08:56: also da wird der größte Teil des Mikro-Plastiks zum beispiel rausgeholt.
00:09:00: Also das war noch als einen kleinen praktischen Tipp.
00:09:03: Das wäre vielleicht auch noch ganz gute.
00:09:04: Kann man es noch
00:09:08: ein bisschen reduzieren?
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